Bild mit dem vorgelagerten Text "Vorsicht-Falle-So-erkennen-Sie-falsche-Rechnungen-fuer-Domains-und-Google-Eintraege" - Im Hintergrund sind Mausefallen mit Käse zu sehen

Vorsicht Falle: So erkennen Sie falsche Rechnungen für Domains und Google-Einträge

Es ist ein grauer Dienstagmorgen, die Post kommt, und zwischen den üblichen Briefen liegt ein Schreiben, das wichtig aussieht. Graues Recyclingpapier, ein offiziell klingender Absender wie „Zentrale für Domain Registrierung“ oder „Deutsches Branchenverzeichnis“, und unten steht eine stolze Summe von 129 Euro oder mehr.

Der erste Impuls vieler Unternehmer: „Oh, das muss ich zahlen, sonst ist meine Webseite weg.“

Stopp! Legen Sie den Überweisungsträger zur Seite. In 90 % der Fälle handelt es sich hierbei nicht um eine Rechnung, sondern um ein geschickt getarntes Angebot – oder schlichtweg um Abzocke.

Als Webentwickler sehe ich solche Schreiben regelmäßig bei meinen Kunden auf dem Tisch liegen. Deshalb möchte ich heute aufklären, woran Sie diese „schwarzen Schafe“ erkennen.

Der Trick mit dem Kleingedruckten (Die „Domain-Offerte“)

Diese Schreiben sind psychologisch clever gemacht. Sie sehen aus wie eine behördliche Rechnung. Es gibt ein Aktenzeichen, eine Frist und einen QR-Code zur Zahlung.

Doch wenn Sie (sehr) genau lesen, finden Sie oft im Fließtext oder auf der Rückseite winzig klein gedruckt Sätze wie: „Dies ist ein Angebot für die Aufnahme in unser Online-Verzeichnis. Es besteht keine Zahlungspflicht.“

Die Betrüger spekulieren darauf, dass Sie im stressigen Büroalltag nur „Domain“ und „Rechnung“ lesen und schnell überweisen. Wichtig zu wissen: Die Kosten für Ihre echte Domain (Ihre .de Adresse) laufen fast immer über Ihren Hosting-Vertrag (z.B. bei All-Inkl oder Strato) und werden meist bequem per Lastschrift abgebucht. Es kommt fast nie eine separate Papierrechnung von einer fremden „Zentrale“.

Der Panik-Anruf: „Ihr Google-Eintrag wird gelöscht!“

Eine andere Masche läuft übers Telefon. Eine 030-Nummer ruft an, und eine Bandansage oder ein aggressiver Call-Center-Agent behauptet: „Wir rufen von der Google-Zentrale an. Ihr Vertrag läuft aus. Wenn Sie nicht sofort verlängern, wird Ihr Unternehmen morgen bei Google gelöscht.“

Hier wird massiv mit Angst gespielt. Die Wahrheit ist:

  1. Google ruft Sie fast nie an. Schon gar nicht, um Ihnen Verträge zu verkaufen.
  2. Ihr Google Unternehmensprofil ist kostenlos. Es „läuft nicht aus“.
  3. Diese Anrufer sind dubiose SEO-Agenturen, die Ihnen teure und oft nutzlose Abo-Verträge aufschwatzen wollen.

Legen Sie einfach auf. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.

Was tun im Zweifelsfall?

Wenn Sie ein Schreiben erhalten, das Ihnen komisch vorkommt, oder wenn jemand am Telefon Geld für Ihre Webseite will: Zahlen Sie nicht sofort.

Atmen Sie durch. Machen Sie ein Foto von dem Brief oder notieren Sie sich das Anliegen des Anrufers.

Mein Service für Sie: Senden Sie mir das Foto einfach kurz per WhatsApp oder E-Mail. Ich werfe einen Blick darauf und kann Ihnen meist in wenigen Sekunden sagen: „Papierkorb“ oder „Wichtig“. Das ist für meine Kunden selbstverständlich und spart Ihnen oft hunderte Euro Lehrgeld. Setzen Sie bei Ihrer IT-Sicherheit auf einen regionalen Webentwickler, den Sie im Zweifelsfall immer direkt anrufen können.

Fazit: Ein gesundes Misstrauen spart Geld

Nicht jeder Brief, der wie eine Rechnung aussieht, ist auch eine. Und nicht jeder, der „Google“ sagt, kommt aus dem Silicon Valley. Bleiben Sie wachsam – und fragen Sie im Zweifel lieber einmal zu viel beim Fachmann nach als einmal zu wenig.

Sprechen Sie mich einfach an!